Am 20. Februar haben Dr. Christian Magerl, grüner Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Umweltausschusses des Bayerischen Landtags sowie Simone Tolle, grüne Landtagsabgeordnete aus dem Landkreis Main-Spessart, die über 20 Greenpeace AktivistInnen bei der Kartierung besucht.
Sie hatten die Gelegenheit, sich die genaue Methodik für die Erfassung von alten Buchen-Baumindividuen sowie für ganze Bestände genau erklären zu lassen. Greenpeace Kartierungsleiter Wolfgang Sadik führte die beiden Abgeordneten auch in Bestände, in denen im Auftrag des BaySF-Vorstands wertvolle alte Buchenwälder übernutzt oder gar mit Douglasie unterbaut werden. Das alles passiert in einem europäischen Schutzgebiet für bodensaure Buchenwälder.
Greenpeace Campaignerin Gesche Jürgens und ich wiesen auch auf den Schaden für die Spessart Region hin. Wenn hier alte Buchenwälder, die europaweit einmalig sind, schleichend in Mischwälder mit der nordamerikanischen Baumart Douglasien umgewandelt werden, verschwindet ein Alleinstellungsmerkmal für die Region, denn der Spessart ist mit seinen alten Buchen- und Laubholzbeständen einmalig in Europa und Deutschland.
Die beiden Grünen brachten uns eine Überraschung mit in den Spessart. Die Weigerung von Ministerpräsident Seehofer, – derzeit amtierender Bundespräsident – Walddaten über den Bürgerwald an ein Bundesprojekt heraus zu geben, wird nun im Landtag über eine Anfrage behandelt. Klasse! Da gehört die Debatte um die Geheimniskrämerei über Bürgerwalddaten auch hin. Es wird spannend, ob Ministerpräsident Seehofer sich nur im bundespolitischen Glanze sonnen will oder an bundespolitische Institutionen und deren Relevanz für die Bundesländer auch glaubt, denn die nationale Biodiversitätsstratgie wurde mit ihm am Kabinettstisch 2007 von der Regierung Merkel verabschiedet. Heute weigert sich die Bayerische Regierung, diese umzusetzen.
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