Uninspirierend.

11. September 2013
By | Source: Greenpeace Blog

Beeindruckendes Marketing und teure Stände. Das ist das Fazit nach zwei Tagen IAA 2013. Doch die Autos selbst können auch viele Autofreunde nicht überzeugen. Indirekt bestätigt die Messe, was immer mehr Mobilitäts-Experten auch offen sagen. Das Auto ist in einer strukturellen Krise. Es ist nicht die Wirtschaftskrise, vielmehr sinkt die Bedeutung von Autos in unserem Alltags.
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Beeindruckendes Marketing und teure Stände. Das ist das Fazit nach zwei Tagen IAA. Doch die Autos selbst können auch viele Autofreunde nicht überzeugen. Einzig der elektrisch angetriebene BMW i3 wagt interessante Neuerungen. Ein Problemlöser für Stau und Parkplatzprobleme ist der Elektrowagen in Golfgröße deswegen nicht. Eher ist er ein Zweit- oder Drittwagen, für die besseren Wohnlagen. In der großzügigen Auffahrt eines schicken Einfamilienhauses wird der 36.000-Euro-Wagen sicherlich auch seine größte Stärke ausspielen; als Statussymbol. Ansonsten zeigen Hersteller auf der IAA wenig Innovatives. Verbrauchsangaben sind an der Rückseite der Info-Schilder in Bück-Höhe angebracht. Erwähnenswert ist der VW Up mit Erdgasantrieb. Er stößt nur 79 Gramm CO2 pro Kilometer aus und ist mit 13.000 Euro bezahlbar. Andere Hersteller wie Mercedes, Opel, Citroen, Renault zeigen kleine Abänderungen der Vorgängermodelle.

Nachhaltigkeit ist für BMW nur ein Spiel. Das BMW 'Sustainability' Quartett

Das BMW Sustainability Quartett. Nachhaltigkeit als Spiel.

Woran liegt das? Indirekt bestätigt die Messe, was immer mehr Mobilitäts-Experten auch offen sagen. Das Auto ist in einer strukturellen Krise. Es ist nicht die Wirtschaftskrise, vielmehr sinkt die Bedeutung von Autos in unserem Alltags. Gehörte vor 20 Jahren Führerschein und aufgemöbelter Gebrauchtwagen untrennbar zum 18. Geburtstag steht an dieser Stelle jetzt die Weltreise oder ein neues Smartphone. Ganz anders sieht das in Brasilien, China, Indien und Russland aus. Allesamt Märkte mit unglaublichen Wachstumsraten. Während die Folgen der automobilen Monokultur in Europa und Nordamerika schon ihre Spuren hinterlassen haben, steht dies den Entwicklungsländern erst bevor. Das bedeutet: Staus, zunehmende Luftverschmutzung, Verkehrslärm, Unfalltote, Zersiedlung von Städten, Platzverbrauch und CO2 Emissionen.

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