Regensburger Modell: Taubeneier gehen an verwaiste Füchse.

Mit einer tierfreundlichen Strategie zur Reduktion und Kontrolle von Taubenbeständen hat die Universität Regensburg von sich Reden gemacht. Der Ansatz basiert auf dem Augsburger Modell, einem Konzept zur tierschutzgerechten und nachhaltigen Regulierung von Stadttaubenpopulationen, das in den letzten zehn Jahren unter dem Aspekt des Tierschutzes und der artgerechten Haltung weiterentwickelt worden ist.
Da Vergrämungsmaßnahmen auf dem Gelände der Universität ohne Erfolg blieben, verfolgte die Universitätsverwaltung deshalb eine andere Strategie. Sie setzt auf Reduzierung der Bestände durch Geburtenkontrolle und auf eine tierfreundliche Umsiedlung der gefiederten Freunde. Das Regensburger Modell macht es Taube und Mensch leichter: An einem zentralen Ort – z.B. auf dem Dach des Studentenhauses – wurde ein Taubenschlag eingerichtet; die auf dem Campus lebenden Tauben werden gezielt dorthin gebracht oder angelockt.

Taubeneier als vitaminreiche Futterergänzung für unsere Füchse
Zugeflogene Haus- oder Brieftauben werden an ihre Besitzer zurückgegeben. Eine regelmäßige Wartung der Anlagen und eine qualifizierte Betreuung der Tauben sichern den Erfolg für eine dauerhafte Lösung im Zusammenleben mit den Tauben auf dem Regensburger Campus. So wird bei brütenden Tieren das Gelege gegen Gipseier ausgetauscht, damit sich die Tauben nicht mehr unkontrolliert vermehren. Auf die Initiative der von Wildtierschutz Deutschland unterstützten Fuchsauffangstation liefern die Taubeneier nun eine willkommene Abwechslung im Speiseplan der aufgenommenen Füchse.
An der Universität Regensburg hat die Maßnahme bereits dazu geführt, dass sich die bislang bestehenden fünf großen Taubenkolonien auf dem Campus aufgelöst haben. Inzwischen gibt es diverse Referenzobjekte auch an anderen Plätzen in Bayern.

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