Neue Studie zeigt: Fukushima-Strahlung noch höher als angenommen

4. November 2011
By | Source: Greenpeace Blog

Wie der Spiegel am 28. Oktober berichtete, zeigt eine neue detaillierte Studie, dass bei der Reaktorkatastrophe in Fukushima weit mehr Radioaktivität freigesetzt wurde als bislang bekannt war. Das Forscherteam ermittelte, dass 42 Prozent der Menge an radioaktivem Cäsium 137 im Vergleich zur Atomkatastrophe in Tschernobyl bislang in die Umwelt gelangt ist.

Welche gesundheitlichen Folgen diese große Freisetzung für die Menschen in Japan haben wird, ist bislang kaum abzusehen. Klar ist allerdings, dass die Auswirkungen für Jahrzehnte andauern werden: Cäsium hat eine Halbwertszeit von über 30 Jahren. Es besteht daher die Gefahr, dass nicht nur durch das Einatmen die Partikel aufgenommen werden, sondern die gefährlichen radioaktiven Teile auch in die Nahrung gelangen. Das Isotop kann Krebs auslösen.

Vergleicht man die Freisetzungen in Fukushima mit dem Inhalt des anstehenden Atommülltransports aus La Hague nach Gorleben, wird einem schnell klar, welch unglaublich gefährliche Fracht hier transportiert wird: Jeder der elf Castoren enthält rund das Vierfache an Cäsium 137 wie bislang in Fukushima in die Umwelt gelangt ist.

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