Meeresschutz – bevor es zu spät ist!

20. August 2013
By | Source: Greenpeace Blog

Der Kampf um den Erhalt der Meere hat für diesen Sommer begonnen und bisher sieht es schlecht aus für die Ozeane. Zuerst haben die Regierungen beim Schutz  fragiler Meeresgebiete in der Antarktis schockierend versagt – Russlands Widerstand gegen die Schaffung des größten Meeresschutzgebietes der Welt war enorm. Dann bekamen China und Japan beim jährlichen Treffen der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) neue Lizenzen, um mögliche Tiefseebohrungen zu prüfen. Diese Woche treffen sich die Vereinten Nationen in New York, um über die nächsten Schritte des Meeresschutzes zu verhandeln. Wird das Fehlen staatlicher Maßnahmen der dritte Schlag für die Ozeane sein? Wir können nur hoffen, dass das nicht der Fall ist. Denn der Planet (und alle, die darauf leben) kann es sich nicht leisten, den Kampf zu verlieren.

Die Weltmeere sind Gebiete, die allen gehören –  sie bedecken fast den halben Planeten. Der Schutz dieser unermesslichen Gebiete ist mehr als nur ein Nice-to-have: Er würde die Lebensgrundlage von Menschen weltweit verbessern, die mit schwindenden Fischfängen kämpfen. Er würde den Verlust von Tierarten und zunehmend lebensleeren Ozeanen beenden. Er würde marine Lebensräume wie Seeberge und Kaltwasserkorallenriffe davor retten, nach tausenden Jahren für kurzfristige Gewinne vernichtet zu werden. Er würde es Meereslebewesen ermöglichen, belastbarer gegen die Folgen des Klimawandels zu werden. Doch trotz ihrer enormen Bedeutung für unseren blauen Planeten, sind mehr als 99 Prozent der Meere noch immer nicht geschützt – wegen mangelndem politischen Willen und fehlenden Regeln und Vorschriften.

Während des Rio+20 Nachhaltigkeitsgipfels 2012 führten Russland (wieder mal) und die USA eine kleine Gruppe von Staaten an, die eine Regelung zum Schutz der Meere erfolgreich verhinderten. Ein globales Abkommen hätte Ozean-Schutzgebiete und Einschätzungen zu den ökologischen Auswirkungen ermöglicht, um weitere durch Menschen verursachte Schäden zu verhindern. Stattdessen sollen die Vereinten Nationen erst bis Ende 2014 über dieses Thema entscheiden.

Diese Woche treffen sich die Regierungen das erste Mal, um über die nächsten Schritte zum Meeresschutz zu verhandeln. Sie haben wiederholt gesagt, dass unser jetziger Umgang mit den Ozeanen sich ändern muss. Nun ist es an der Zeit, dass sie das informelle Geschwätz beenden und eine neue Einigung auf den Weg bringen, um marines Leben und die Millionen Menschen zu schützen, die für ihr tägliches Überleben auf die Ozeane angewiesen sind. Viele europäische Länder wie Frankreich sowie Brasilien und Südafrika haben den Schutz der Meere gefordert. Diese Woche müssen sich diese Verfechter für den Schutz einsetzen, um eine Welle der Veränderung für die Meere zu erzeugen.
Helft uns eine Welle der Veränderung zu erzeugen: Schließt euch Greenpeace an und lasst eure Stimme für den Schutz der Meere laut werden!

(Übersetzt nach einem Blogbeitrag von Sofia Tsenikli)

Forderungen zum Schutz der Meere an die Vereinten Nationen (englisch)

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