Die Rebellion ist aktiv — und das nicht nur im Netz. Vor den Toren des Volkswagenwerks in Wolfsburg verteilten heute Rebellen von Greenpeace Flyer an Arbeitnehmer von VW. Der Flyer für VW-Mitarbeiter erklärt, warum sich die Rebellion ausgerechnet VW vorgenommen hat und der Konzern der dunklen Seite der Macht abschwören muss. Vor den Toren des Werks kam es dabei zu einem Zusammentreffen zwischen den Rebellen und vier behelmten Stromtrooper und Darth Vader höchstpersönlich. Glücklicherweise wurden keine Laserschwerte gezückt. Alle Rebellen haben das Werksgelände im Besitz sämtlicher Gliedmaßen verlassen.
“Deine Mudder”-Witze gibt es in Hülle und Fülle. Wieso ist eigentlich noch niemand (vor mir) auf die glorreiche Idee gekommen, “Dein Audo”-Witze zu machen? Schließlich gibt es jede Menge Autonarren, die hinter der kleinsten Kritik an ihrem fahrbaren Untersatz gleich einen Frontalangriff auf ihre persönliche Ehre wittern — wie bei Muttersöhnchen und ihren Müttern. Dabei geht es Greenpeace mit der Kampagne gegen Volkswagen ausdrücklich nicht darum, VW-Fahrer für ihre Kaufentscheidung an den Pranger zu stellen. Andere Autohersteller bauen auch Autos mit hohen oder noch höheren Abgaswerten. Es geht darum, deutlich zu machen, dass es verdammt noch mal die Pflicht des größten Autoherstellers in Europa (und bald der Welt) ist, sich für effektiven Klimaschutz stark zu machen.
Eine kurze Zusammenfassung über das, was bisher geschah: Greenpeace UK veröffentlicht die Persiflage auf einen bekannten VW-Werbespot, die von VW stärkeren Einsatz für das Klima verlangt. Obwohl die englischsprachige Fassung des Films auf YouTube nach 82 Stunden wegen angeblicher Urheberrechtsbeschwerden gesperrt worden ist, wächst der Widerstand gegen VWs rückständige Haltung beim Klimaschutz. Auf der zugehörigen Webseite vwdarkside.com ist “die Rebellion” nach 9 Tagen auf 188.000 Rebellen angewachsen, die die Forderung von Greenpeace unterstützen.
Mehr Information zum Thema gibt es im Greenpeace-Report “Die dunkle Seite des Volkswagen-Konzerns” und im Podcast mit Wolfgang Lohbeck zum “-30-Prozent-Ziel”.



